Verband der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e.V.

(Löns-Verband)

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Geschichte des Heidemuseums Rischmannshof

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RĂŒckseite eines Notgeldscheines (Wert 1 Reichsmark) von 1920/21

Am Rande des schon im 16. Jahrhundert erwĂ€hnten Walsroder Stadtwaldes, der “Eckernworth”, steht eine Gruppe alter BauernhĂ€user.
Das Heidemuseum “Rischmannshof” gehört zu den Ă€ltesten Freilichtmuseen in Deutschland. Schon 1911/12 wurden das ZweistĂ€nder-Rauchhaus (18. Jhdt.), ein Treppenspeicher (1669) und ein HĂ€uslingshaus (18. Jhdt.) hierher versetzt.
Die heidebĂ€uerliche Hofstelle wurde in jĂŒngster Zeit durch weitere Elemente bereichert: Bienenzaun, Ziehbrunnen, Bauerngarten und die Wagenscheune von 1844 sowie die neu errichtete Wagenremise. Besondere Attraktion ist das Backhaus aus SĂŒdkampen (1752), Mittelpunkt der jĂ€hrlich stattfindenden Backtage. In der Krelinger Heide steht ein alter Schafstall, in Klein Eilstorf ist ein Schulmuseum eingerichtet worden.
Das HauptgebĂ€ude ist im Erdgeschoß in der traditionellen Aufteilung in Dönzen (Wohnstuben), Flett mit Feuerstelle und Diele mit Stallungen angelegt. Der Besucher empfindet die AtmosphĂ€re eines typischen Heidebauernhauses mit entsprechenden Möbeln und GerĂ€t.
Dieser Bereich wird aber auch dank vorhandener Technik als Veranstaltungsraum genutzt, vor allem fĂŒr VortrĂ€ge und Ausstellungen. Der “Bund der Freunde des Heidemuseums Walsrode e. V.” und der “Verband der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e. V. ” haben im Heidemuseum ihren Sitz
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Im Dachgeschoss befindet sich ein zweiter Museumsbereich, der aus drei Abteilungen besteht, die nach modernen museumsdidaktischen Gesichtspunkten gestaltet sind:

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   Die BrĂŒggemann-Ausstellung      --   Die stadtgeschichtliche Abteilung  --       Das  Hermann-Löns-Zimmer

Der Schöpfer des berĂŒhmten Bordesholmer Altars, Hans BrĂŒggemann, ist in Walsrode geboren. Wer diesen Altar und die sonstigen Werke des Meisters studieren möchte, sollte vorher das Heidemuseum besuchen. Eine Abteilung mit Zeugnissen der wechselvollen Stadtgeschichte schließt sich an. Die Geschichte des 1000jĂ€hrigen Klosters, die Katastrophe des Stadtbrandes von 1757 und typische handwerkliche StĂŒcke sind zu besichtigen. Hier ist auch der MĂŒnzschatz von Ettenbostel, einer der ganz wenigen MĂŒnzfunde der Heide, ausgestellt. Als geldgeschichtliches GegenstĂŒck ist eine Zusammenstellung von Notgeld aus der Region prĂ€sentiert. Schließlich finden sich hier Möbel und GebrauchsgegenstĂ€nde der Heidjer-Wohnkultur.
Am Ende des Rundganges im Haupthaus befindet sich das Löns-Zimmer mit Original-GebrauchsgegenstĂ€nden und Möbeln des Dichters und Schriftstellers. Auch sind Erstausgaben seiner Werke, einige Autographen und Veröffentlichungen ĂŒber Löns hier ausgestellt.
Weitere GebĂ€ude: Im HĂ€uslingshaus ist eine Forschungsstelle zur Stadt- und Regionalgeschichte eingerichtet worden. Die Fachwerkscheune aus Altenboitzen beherbergt eine alte Walsroder Schmiede und eine Schumacherwerkstatt, in der gelegentliche VorfĂŒhrungen dieser alten Handwerke stattfinden. In der Wagenremise von 1869 wird u. a. eine historische Sattlerwerkstatt eingerichtet.
Außerdem wurde im Oberndorfmarker Treppenspeicher von 1669 ein Bienenmuseum eingeweiht, das in Zusammenarbeit mit dem Walsroder Imkerverein aufgebaut wurde.
Die erste Außenstelle des Freilichtmuseums steht mitten in der Krelinger Heide; ein historischer Schafstall (19. Jahrhundert) aus der Ortschaft Ebbingen. Auch hier kann man ein “lebendiges Museum” betrachten.
Zweite Außenstelle ist ein Schulmuseum in der alten Dorfschule (errichtet im Jahr 1900) der Ortschaft Klein Eilstorf.
In der Ortschaft Idsingen ist darĂŒber hinaus ein Transformatorenturm aus dem Jahr 1916 von außen zu besichtigen, der die Elektrifizierung auf dem Lande dokumentiert
.

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