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Hermann Löns als Zeichner und
Maler
Ähnlich wie Wilhelm Busch, Gottfried
Keller, Wilhelm Raabe und Adalbert Stifter war auch Hermann Löns
nicht nur Dichter und Schriftsteller, sondern auch Zeichner und
Maler. Schon in seinen Jugendjahren hielt Löns Pflanzen und
Tiere in leicht entworfenen Skizzen fest. Die vielfach den
Skizzen beigegebenen, an Wilhelm Busch erinnernden
Lebensweisheiten und scherzhaften Verse führen zum Nachdenken
und Schmunzeln. Häufig schickte Löns an Freunde und Bekannte
handgemalte Postkarten mit Versen.
Der mit Löns befreundete Medizinalrat Dr.
Pilf (Wiesbaden) schrieb folgendes über Löns zu diesen Karten:
"Als ich die erste erhielt, bat ich um Fortsetzung und riet ihm,
die Zeichnungen selbst in die Öffentlichkeit zu bringen. Er
wollte das nicht und schrieb: 'Das sollst Du tun. Erst schreibst
Du ein kleines Buch über meine Ernsthaftigkeiten, dann sollst Du
später an meine Lustigkeiten gehen'". Somit sind in dem Buch
"Eulenspiegeleien" von Traugott Pilf 28 farbige Bildpostkarten
veröffentlicht (siehe 35. unter "Bucherstausgaben").
Insgesamt zeichnete und malte Löns in den
Jahren von 1907 bis 1914 mehr als 85 farbige Bildpostkarten.
Ferner existieren andere Zeichnungen, Einbandentwürfe für seine
Bücher und illustrierte Briefe. Auch in seinem Kriegstagebuch
befinden sich einige Skizzen. Eine Übersicht über die von Löns
entstandenen Zeichnungen, Malereien und Skizzen ist von K.-H. Beckmann veröffentlicht (siehe [1] unter "Bucherstausgaben").
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Hermann Löns: Bemalte
Postkarte aus dem Familienurlaub in Nöschenrode (Harz),
1907
(Besitz: K.-H. Beckmann) |
Hermann Löns: Der feine
Hund
Bemalte Postkarte, 1913
(Besitz: Stadtbibliothek
Hannover) |
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Hermann Löns: Der Kibitz
Bemalte Postkarte, 1913
(Besitz: Stadtbibliothek
Hannover) |
Hermann Löns: Radler im
Regen. Selbstbildnis
Aus Castelle: Hermann
Löns Kalender 1922
(Besitz: Universitäts-
und Landesbibliothek Münster) |

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