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Hermann Löns und die Hermann-Löns-Stadt Walsrode
Löns in Walsrode
Um 1900 kamen etliche namhafte
Schriftsteller und Dichter nach Walsrode, um sich von der Natur
der Heidmark und seinen Menschen inspirieren zu lassen. Darunter befand sich auch
Hermann Löns, der im Jahre 1893 das erste Mal in
die Lüneburger Heide und nach Walsrode kam, in dieses wunderschöne
Land, wie er die Heide gerne nannte. Das von ihm verfasste Lied
„Auf der Lüneburger Heide“ in einer Vertonung von Ludwig Rahlfs, dessen
Grab sich in der Walsroder Ortschaft Düshorn befindet, ist zur „Regional-Hymne“ der Heide
geworden.
Im Werk von Hermann Löns wird Walsrode
immer wieder genannt. Die Verbundenheit zu Walsrode
und den zugehörigen Ortschaften hat Löns in seinen Schilderungen
oft dargelegt, wenn er beispielsweise über das Kloster Walsrode sowie über die Ortschaften Stellichte, Westenholz,
Groß Eilstorf und Hünzingen schrieb.
Die Hermann-Löns-Stadt
Schon 1935 hat die Stadt Walsrode auf
ihre Briefumschläge die Bezeichnung „Die Hermann-Löns-Stadt“
gedruckt. Der Verkehrsverein Walsrode warb ab 1952 mit der
Bezeichnung „Walsrode, die Löns-Stadt in der Lüneburger Heide“.
Die Bezeichnung "Hermann-Löns-Stadt" befindet
sich seit Jahren auf dem städtischen Briefkopf, auf den
Begrüßungsschildern an den Ortseingängen und auf den Schildern
am Walsroder Bahnhof. Viele Gastronomiebetriebe werben mit dem
Namen Löns, und Straßen, Schulen, Apotheken, Plätze, Wanderwege
und sogar Torten und Schnäpse sind nach ihm benannt.
Theaterstücke über Löns, Löns-Abende, die
jährliche Lönswoche und Tagungen von beispielsweise
Jägervereinigungen finden im Gedenken an Hermann Löns in
Walsrode statt. Außerdem hat der "Verband der
Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e.V." seinen
Sitz in Walsrode und hat sich u.a. die Aufgabe gestellt, die
Sehenswürdigkeiten und Gedenkstätten für Hermann Löns in der
Region mit Unterstützung der Stadt Walsrode und des Landkreises
Soltau-Fallingbostel zu unterhalten und zu pflegen.
Sehenswürdigkeiten und Gedenkstätten
Die
wichtigsten an Löns erinnernden Sehenswürdigkeiten befinden sich
auf dem Stadtgebiet von Walsrode und führen in jedem Jahr viele
Tausend Besucher in die Stadt. Dieses sind insbesondere:
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Das Grab von Hermann Löns und das Löns-Denkmal |
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Das Hermann-Löns-Zimmer im Heidemuseum |
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Die lebensgroße Bronze-Statue
Hermann Löns |
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Die Löns-Jagdhütte bei der Walsroder
Ortschaft Westenholz |
a)
Das Grab von Hermann Löns
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Unter einem schlichten Findling
inmitten des Tietlinger Wacholderhains bei Walsrode fand
der Dichter der Heide, Hermann Löns, seine letzte
Ruhestätte.
Nachdem Löns vier Wochen an dem 1.
Weltkrieg in Frankreich teilgenommen hatte, fiel er am
26. September 1914 bei Loivre (bei Reims / Champagne).
Im Jahre 1934 wurden seine sterblichen Überreste von
Frankreich in die Lüneburger Heide überführt und
schließlich am 2. August 1935 unter dem Findling mit der
Aufschrift "Hier ruht Hermann Löns" von der damaligen
Wehrmacht beigesetzt.
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Findling auf dem Grab von
Hermann Löns
im Tietlinger
Wacholderhain bei Walsrode |
Die "Wolfsangel" unter der
Aufschrift auf dem Findling ist ein Zeichen, das Hermann
Löns ab etwa 1905 häufig unter seine Unterschrift
setzte.
Jährlich kommen tausende von
Besuchern zum Löns-Grab. Seit den sechziger Jahren wird vom Löns-Verband in jedem Jahr in der Woche
des Geburtstages von Löns (29.8.1866) eine Lönswoche
veranstaltet, die mit einer Festrede am
Löns-Grab endet. Am 20. September 1998 hat das ARD-Fernsehen im Rahmen der
Sendung „Bilderbuch
Deutschland – Lüneburger Heide“ darüber berichtet. Die
Festreden der letzten Jahre hielten:
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Wolfgang Buhr |
Ehrenlandrat, am
2.9.2001: "Hermann Löns und der Zeitgeist" |
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Hermann Wiedenroth |
am 1.9.2002: "Löns als
Provokation" |
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Hartwig Fischer |
Mitglied des Deutschen
Bundestages, am 31.8.2003:
"Hermann Löns in der heutigen Zeit - Modernität und
Nachhaltigkeit" |
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Ewa Klamt |
Mitglied des Europäischen
Parlaments, am 29.8.2004:
„Hermann Löns – Ein
Europäer?“ |
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Michael Grosse-Brömer |
Mitglied des Deutschen
Bundestages, am 4.9.2005:
„Hermann Löns – Bedeutung
für die moderne Politik“ |
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Silke Lorenz |
Bürgermeisterin von
Walsrode, am 2.9.2007: „Die besonderen Erfahrungen des Hermann Löns
im Fürstentum Schaumburg Lippe“ |
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Das Löns-Denkmal
Das Löns-Denkmal befindet sich
etwa 100 Meter vom Löns-Grab entfernt und wurde
1929 von dem Landwirt, Dichter und Schriftsteller
Wilhelm Asche gestiftet.
Die Aufschrift enthält einen Text
von Hermann Löns:
Laß Deine Augen offen sein,
geschlossen Deinen Mund,
und wandle still, so werden Dir
geheime Dinge kund. |

Löns-Denkmal im Tietlinger
Wacholderhain bei Walsrode
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Das Hermann-Löns-Zimmer im Heidemuseum
"Rischmannshof"
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Jährlich kommen über 20.000 Besucher in
das Heidemuseum "Rischmannshof" am Walsroder Stadtwald "Eckernworth".
Es gehört zu den ältesten Freilichtmuseen in
Deutschland. Dort befinden sich neben typischen
Heide-Bauernhäusern und handwerklichen Werkstätten u.a.: |
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Eine Ausstellung über den um 1480
in Walsrode geborenen Künstler Hans Brüggemann, den
Schöpfer des berühmten "Bordesholmer Altars"
Der Sitz des Löns-Verbandes |
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Das
Hermann-Löns-Zimmer |
Das Hermann-Löns-Zimmer
im Heidemuseum |
Das Hermann-Löns-Zimmer enthält das 1932
der Stadt Walsrode übergebene
Mobiliar sowie weitere Gegenstände aus der Zeit der ersten
Löns-Ehe mit Elisabeth, geb. Erbeck. Heute befinden sich im Löns-Zimmer
darüber hinaus alle literarischen Werke des Dichters, einige
Original-Handschriften, Sekundärliteratur und die aktuellen
Bücher über Löns. Es ist das einzige Löns-Zimmer
bundesweit. Wegen dieses Zimmers ist das Museum in das
Verzeichnis der Literatur-Museen aufgenommen worden.
Die lebensgroße Bronze-Statue Hermann Löns
Am Eingang zur Eckernworth in der
Hermann-Löns-Straße in Walsrode wurde am 2.9.2006 das in Bronze
gegossene lebensgroße Abbild von Hermann Löns anlässlich
seines 140. Geburtstages eingeweiht. Das Denkmal zeigt Hermann
Löns als Jäger, Heger, Dichter und Naturschützer in einer
detailgetreuen Arbeit der Künstlerin und Bildhauerin Marlies
Leonardy-Rex. Die Einweihung erfolgte in Anwesenheit Seiner
Königlichen Hoheit Heinrich Prinz von Hannover.
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Bronze-Statue Hermann Löns |
Enthüllung und Einweihung am 2.9.2006:
Seine Königliche Hoheit
Heinrich Prinz von Hannover,
Monika Seidel, 1.Vorsitzende des
Löns-Verbandes |
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Weitere Details: |
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Die Löns-Jagdhütte
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Im Westenholzer Bruch bei Walsrode befand sich
die Jagdhütte, in der Hermann Löns oft in den Jahren 1898 bis
1914 als Jagdgast weilte. Neben Löns kamen weitere
prominente Gäste, wie der Schriftsteller H. W. Ottens
(Mitbegründer des deutschen Jagdschützenbundes), der Jagdmaler Ernst
Fricke und der Forscher Ernst Schäfer. Heute steht an der Stelle
ein Wohnhaus.
In unmittelbarer Nähe ist die Jagdbude
erhalten geblieben, die Löns als Ausgangspunkt für die Jagd
nutzte. Heute besuchen viele Löns-Freunde, Jäger und
Touristen aus ganz Deutschland und dem Ausland die
Jagdbude und tragen sich häufig in ein ausgelegtes Gästebuch
ein. In der Nähe befand sich der inzwischen abgebrannte „Hans-Bur-Hof“, der
einem Roman von Löns den Namen gab. In 2 km Entfernung liegt neben der alten Mühle
ein Gehölz, das Löns beschrieben und ihm den Namen
„Märchenwald“ gegeben hat. |
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Jagdhütte um 1905, in der
Hermann Löns oft als Jagdgast weilte |

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