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1866 |
29.8.: Geburt in Kulm
(Westpreußen)
als erstes von 14 Kindern
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Eltern:
Gymnasiallehrer Friedrich Löns
(verst. 1908)
Clara Löns, geb. Cramer (verst.
1896) |
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1867 |
Der Vater wird nach Deutsch-Krone
(Pommern) versetzt. |
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1873 |
Löns wird in Deutsch-Krone
eingeschult. |
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1877 |
Löns besucht das Gymnasium in
Deutsch-Krone. |
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1882 |
Versetzung in die Obersekunda,
Reife zum Einjährigen-Freiwilligen |
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1884 |
Der Vater wird nach Münster
(Westf.) versetzt. Löns besucht dort das Gymnasium
Paulinum. |
Hermann Löns
nach einem Aquarell von
W. Kruke |
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1887 |
Löns schließt den Schulbesuch am
Paulinum in Münster mit dem Abitur ab. Er beginnt dort
auf Wunsch seines Vaters mit dem Studium der Philologie. |
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Löns wechselt auf Wunsch seines
Vaters an die Universität Greifswald, wo er sich im Fach
der Medizin einschreibt. Zugleich tritt er der
schlagenden Verbindung und Turnerschaft Cimbria bei. |
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1888 |
Ausschluss aus der Verbindung,
weil er Schulden bei der Verbindung nicht begleichen
konnte. Löns verlässt die Universität Greifswald, weil
er auch seine Studiengebühren nicht bezahlen konnte.
Er wechselt nach Göttingen und
immatrikuliert sich dort im Fach Medizin. Zugleich tritt
er der Landsmannschaft Verdensia bei, die jedoch am
14.12. von der Universität aufgelöst wird. |
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1889 |
Löns wechselt zurück nach Münster,
wo er sich auf Wunsch des Vaters dem Studium der
Mathematik und der Naturwissenschaften verschreibt.
Zugleich wird er dort dem "Landsturm" zugewiesen, wo er
jedoch wegen Ruhestörung, Beleidigung und Widerstand zu
5 Tagen Haft und 45 Mark Geldbuße verurteilt wird. |
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1890 |
Löns verlobt sich mit Elisabeth
Erbeck, gesch. Müller, einer Kellnerin in Münster.
Er gibt sein Studium ohne
Abschluss auf, woraufhin es zum Bruch mit seinem Vater
kommt. |
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1891 |
Anstellung als Redakteur bei
"Pfälzische Presse", Kaiserslautern |
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1892 |
Löns wird am 9.2. wegen
Unpünktlichkeit und Neigung zum Alkohol entlassen. Er
wechselt häufig seinen Wohnsitz sowohl innerhalb
Kaiserslauterns wie auch später in Gera und Hamburg. In
Hamburg arbeitet er als selbständiger Berichterstatter während der Cholera-Epedemie und unternimmt als 26-Jähriger erstmals
Fahrten in die Lüneburger Heide. |
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1893 |
Löns wechselt nach Hannover, wo er
am 21.1. Elisabeth Erbeck heiratet (verst. 1922).
Er wird freier Mitarbeiter beim "Hannoverschen
Anzeiger" und veröffentlicht erste Gedichte sowie
Glossen unter dem
Pseudonym "Fritz von der Leine". Zugleich wird er
Mitglied der "Naturhistorischen Gesellschaft zu
Hannover". Er besucht erstmals Walsrode. |
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1895 |
Löns arbeitet bei der neu
gegründeten Zeitschrift "Niedersachsen".
Ferner wird er Redakteur und 1897 Chefredakteur
beim "Hannoverschen Anzeiger".
Während der Jahre bis 1914
unternimmt er häufig Ausflüge in die Umgebung,
insbesondere in die Lüneburger Heide, und geht seiner
Jagdleidenschaft nach. Als erfolgreicher Journalist,
Schriftsteller, Buchautor, Naturliebhaber und
Heidedichter wird er während dieser Jahre bekannt,
genießt Anerkennung und verkehrt in angesehenen
gesellschaftlichen Kreisen. |
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1898 |
Er wird Redakteur bei der
Zeitschrift "Niedersachsen". |
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1900 |
Löns erwähnt erstmals seine
Mitarbeiterin Lisa Hausmann, die er anlässlich einer
Führung durch das Kloster Wienhausen kennen lernte.
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1901 |
Elisabeth lässt sich von Löns
scheiden und zieht nach Bremen.
Von Mitte Juli bis 1.11. verbringt
Löns einen Urlaub in der Lüneburger Heide in Hülsen (bei
Rethem) und in Eschede. |
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1902 |
Nachdem die Ehe mit Elisabeth
Erbeck rechtskräftig geschieden war, verlobt sich Löns
mit Lisa Hausmann (geb. 1871) und heiratet sie, wobei
Lisa auf den Abschluss eines Ehe- und Erbvertrages
besteht. Löns konvertiert vom katholischen zum
evangelisch-lutherischen Glauben.
Löns kündigt beim "Hannoverschen
Anzeiger". Danach wird er Mitbegründer und
Chefredakteur der neu gegründeten "Hannoverschen
Allgemeinen Zeitung", und zwar als Redakteur für
"Lokales, Provinz, bildende Kunst". Hier war er bis zu
deren letzter Ausgabe am 31.1.1904 tätig. |
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1903 |
Löns wird Mitglied des
"Heimatbundes Niedersachsen" und arbeitet intensiv für
das Provinzialmuseum Hannover. |
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1904 |
Löns wird freier Mitarbeiter beim
"Hannoverschen Tageblatt". Hier glossiert er unter dem
Pseudonym "Ulenspeigel". |
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1905 |
Er hält aus Anlass des 4.
Niedersachsentages in Hannover einen Vortrag mit dem
Titel: "Die Gefährdung unserer Tierwelt". |
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1906 |
Der Sohn Dettmer wird am 15.6. als
körperlich und geistig behindertes Kind geboren (verst.
am 1.3.1968 in Bethel).
Löns hält zum 5. Niedersachsentag
in Hannover einen Vortrag zum Thema: "Die Slavisierung
Niedersachsens".
Löns zieht am 30.10. mit Frau und
Kind nach Bückeburg, wo er bis 1909 bleibt. Dort wird
Ernestine Sassenberg (geb. 1890) Haushälterin bei der
Familie Löns. Sie verliebt sich in Löns und bleibt ihm
bis zu seinem Tode treu. Sie stirbt 1970 in Braubach
(bei Koblenz). |
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1907 |
Löns wird Chefredakteur bei der
"Schaumburg-Lippischen Landeszeitung" in Bückeburg. |
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1909 |
In Bückeburg verliebt sich Löns
als 43-Jähriger in die um 20 Jahre jüngere Hanna Fueß
(geb. 1886), die eine Cousine seiner 2. Frau Lisa ist.
Er hat sie in seinen Werken als Swaantje (Figur aus dem
Roman "Das zweite Gesicht") und Rosemarie (Lied: "Rose
Marie, Rose Marie, sieben Jahre mein Herz nach Dir
schrie") verewigt. Hanna Fueß ist 1972 gestorben und auf
dem Friedhof der Gertrudenkirche zu Altencelle begraben.
Nachdem Löns seine Kündigung bei
der "Schaumburg-Lippischen Landeszeitung" erhalten hat,
zieht die Familie wieder nach Hannover, wo Löns wieder
freier Mitarbeiter beim "Hannoverschen Tageblatt" wird. |
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1911 |
Am 27.7. verlässt Lisa Hausmann
ihren Mann Löns ohne Scheidung mit dem Sohn Dettmer und
zieht nach Münster (Lisa ist am 2.12.1955 in Bad
Oenhausen gestorben).
Löns gibt seine Stellung beim
"Hannoverschen Tageblatt" auf und "flüchtet" aus
Hannover "durch die Welt". |
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1912 |
Einige seiner Aufenthaltsorte
sind: Berlin, Wien, Innsbruck, Zürich, Davos, Wiesbaden,
Münster und Wesel. Dabei bleibt Löns in ständigem
Kontakt mit Ernestine Sassenberg, die ihm die Treue
gehalten hat, und mit der er zunächst in Wahrenholz eine
gemeinsame Wohnung bezieht und dann nach Hannover
zurückkehrt. |
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1914 |
Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges
meldet sich Löns als Kriegsfreiwilliger (Dienstbeginn am
24.8.) unter anderem auch deshalb, weil er ein
Buch über den Krieg schreiben wollte und aus diesem
Grunde meinte, den Krieg selbst miterleben zu müssen. Er
wird in das Füselier-Regiment des Generalfeldmarschalls
Prinz Albrecht von Preußen Nr. 73, 4./3. Kompanie, nach
Frankreich eingezogen.
Am 26.9. fällt Löns bei Loivre in
der Nähe von Reims. Über die näheren Umstände seines
Todes gibt es mehrere Versionen. Die Behauptung, er habe
im Krieg fallen wollen, ist insbesondere durch das im
Jahre 1986 in Walsrode veröffentlichte Kriegstagebuch
von Löns nicht belegbar. |
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1933 |
Am 5.1. findet der Bauer Jules
Sohier beim Pflügen seines Ackers bei Loivre den Stiefel
eines deutschen Soldaten. Er ruft den Friedhofswärter
von Loivre. Beide finden ein Skelett und eine
Erkennungsmarke. Der Friedhofswärter begräbt das Skelett
in einem Einzelgrab auf dem deutschen Friedhof von
Loivre. Fast 18 Monate vergehen, bis die Erkennungsmarke
über die deutsche Botschaft nach Berlin gelangt.
Diese Erkennungsmarke ist während
des 2. Weltkrieges bei einem Angriff auf Berlin verloren
gegangen. Es existiert davon nur noch eine Fotografie,
auf der nicht eindeutig erkennbar ist, ob es F.R. (Füselier-Regiment)
oder I.R. (Infanterie-Regiment) heißt. |
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1934 |
Der "Völkische Beobachter"
schreibt am 8.5.: "Löns-Grab ermittelt".
Im Oktober werden die Gebeine auf
Befehl Hitlers ausgegraben und nach Deutschland
gebracht.
Am 30.11. Beisetzung der Gebeine
an der Bundesstraße B3 bei Barrl |
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1935 |
Am 2.8. Umbettung der Gebeine nach
Tietlingen (bei Walsrode) auf ein Grundstück des
Heimatdichters und Bauern Wilhelm Asche, wo die Gebeine
in einer steinernen Grabkammer mit der Urkunde Hitlers
begraben werden und das Grab mit einem Findling versehen
wird. |