Verband der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e.V.  (Löns-Verband)

 

 

 

 

Hermann-Löns-Blätter,  Heft 3 / 2007

(auszugsweise, ohne Bilder)

 

Titelbild: Die Bürgermeisterin von Walsrode Silke Lorenz und die Vorsitzende 

des Löns-Verbandes Monika Seidel am Grabstein für Hermann Löns

 

Inhaltsverzeichnis

  Löns-Woche 2007: Feierstunde am Lönsgrab am 2.9.2007

                                    Jahreshauptversammlung des Löns-Verbandes

                                    Fahrt in die blühende Heide

  Hermann Löns einmal anders (von Frank S. Rödiger)

 Hermann Löns und Uelzen

  Hermann Löns - Künstler sein ist keine Gnade (von Rainer Kaune)

  Das Heinrich-Sohnrey-Archiv zu Jühnde

  Die "Löns-Buche" im Hellental (von Dr. Weber)

  Stein-Stele in Langenhagen/Hannover errichtet

  Buchvorstellung: Hermann Löns: Malakologische und naturkundliche Beobachtungen

  Ehrung für Dr. Helmut Prilop

  Österreichischer Hermann-Löns-Kreis: Pulkauer Löns-Feier

  Hermann-Löns-Kreis Lüneburger Heide: Veranstaltungen

 

Hermann-Löns-Woche 2007

Feierstunde am Lönsgrab am Sonntag, dem 2. September,

im TietlingerWacholderhain zu Walsrode.

Der Verband der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich hat dem Dichter Hermann Löns im vergangenen Jahr in Walsrode mit einem Denkmal ein würdiges Andenken gesetzt. Noch dazu ziert eine Briefmarke mit dem Bildnis von Hermann Löns, in Walsrode vorbereitet und gestaltet, von der Österreichischen Post vertrieben, viele Briefe, die um die Welt gehen. Das Interesse an dem Heidedichter ist ungebrochen. Das konnten Interessierte bei der diesjährigen Feierstunde am Grab von Hermann Löns im Tietlinger Wacholderhain zu Walsrode beobachten.

 

Mit dieser Veranstaltung endete wiederholt die traditionelle Hermann-Löns-Woche in Walsrode. Bei den unzähligen Besuchern, darunter auch der Präsident des Deutschen Heimatbundes, Professor Dr. Hansjörg Küster, wollte die Liste der Gäste, die die Vorsitzende des Hermann-Löns-Verband Walsrode, Monika Seidel, begrüßte, scheinbar nicht enden. Musikalisch begleitet wurde der Festakt von der Chorgemeinschaft Walsrode sowie dem Jagdhornbläsercorps der Jägergesellschaft Fallingbostel. In diesem Jahr war Walsrodes Bürgermeisterin Silke Lorenz ans Rednerpult getreten, um in ihrer Festansprache „Die besonderen Erfahrungen des Hermann Löns im Fürstentum Schaumburg Lippe“ auf einen besonderen Lebensabschnitt des Dichters einzugehen. Wie aus den Worten der Bürgermeisterin zu hören war, zeigte sich Hermann Löns im Jahre 1907 davon begeistert, beruflich nach Bückeburg ins besagte Fürstentum zu wechseln. War er doch der Großstadt überdrüssig geworden. Nach dem Misserfolg seines eigenen Zeitungsunternehmens, er gab die „Hannoversche Allgemeine“ von 1902 bis 1904 heraus, würde er in Bückeburg, der Stadt mit dem Sitz des Fürstenhauses, frei von verlegerischen Sorgen und wirtschaftlichem Wettbewerb sein. Er könnte sowohl journalistisch als auch schöpferisch tätig werden. Voller Idealismus sah er sich schon in vornehmen Kreisen und umgeben von Menschen, die seine Arbeit schätzen. Er ahnte noch nicht, dass die Schaumburg-Lippische-Landeszeitung, bei der er jetzt eine Anstellung hatte, nicht das geeignete Blatt für ihn war. Bereits am 3. November 1907 veröffentlichte Hermann Löns in der Landeszeitung seine erste literarische Arbeit über den Harrl, eine Erhebung, an dessen Hang sich die 6000 Einwohner zählende Stadt noch heute anlehnt. In „Ein Herbststrauß aus dem Harrl“ malte er mit der ihm eigenen Wortvielfalt einen Herbstwald. Wie wohl sich Löns zunächst in Bückeburg fühlte, geht aus einem Brief vom 8. November 1907 hervor: „Hier ist es nett, nur vorläufig viel Arbeit, meine Stellung ist hier absolut autokratisch... Der Drucker ist ein sehr lieber Herr, das Konsortium eine unsichtbare Dreieinigkeit“. Aber das Zeitungskonsortium blieb nicht unsichtbar, vielmehr sichtbarer als ihm lieb war. Es übte nicht nur eine Art Zensur über die Zeitungsinhalte aus, sondern überprüfte auch die Arbeiten des neuen Schriftstellers. Vor allem sah es sich veranlasst, dem Dichter in politischer Hinsicht die Richtung zu weisen. Am 1. Dezember 1907 veröffentlichte er seine zweite naturkundliche Skizze mit dem Titel „Am Strande von Steinhude“. Besonders die „Beiträge zur Landesforschung“ verdeutlichten seine Flucht vor der romantischen „Gefahr“ in die naturalistische Sachlichkeit. Immer lästiger wurde ihm die Redaktionsarbeit. Außerdem vertrat er den Standpunkt, dass er kein Zeitungsschreiber, sondern ein Schriftsteller sei. Es kränkte seine Ehre, dass er in Hof- und Gesellschaftskreisen keinen Kontakt, keine Anerkennung fand.

 

Über das Bemühen von seinem Weggefährten Wilhelm Wiegmann, einem Heimatforscher und einstweiligen Leiter der Redaktion, erhielt Löns 1909 eine Einladung zum Hofball, worüber er sich dann später spöttisch geäußert hat. Seine größte Enttäuschung war es wohl, dass er nicht wieder eingeladen wurde. Daraufhin waren seine schriftstellerischen Kritiken scharf und treffend. So widersprüchlich es auch scheinen mag, die unglückliche Zeit wurde die schöpferischste seines Lebens. Er war voller dichterischer Impulse. 1909 schrieb Löns täglich zwei Feuilletons, und innerhalb von zwölf Tagen seinen ersten Roman „Der letzte Hansbur“. War es ein Zeichen seiner inneren Ruhelosigkeit, was er da in einzelnen kurzen Szenen erzählte. Ein weiterer Roman folgte „Dahinten in der Heide“. Das Zeitungs-Konsortium hatte längst erkannt, dass es einen Schriftsteller Löns und nicht einen Redakteur engagiert hatte.

 

Als nach noch nicht einmal eineinhalb Jahren die Kündigung zum 1. September 1909 ausgesprochen wurde, fühlte Löns sich wie befreit und schrieb an Wiegmann: „Gratulieren sie mir, man hat mich an die Luft befördert, nun bin ich wieder ein freier Mann.“

 

Löns kehrte im September 1909 dem „vermaledeiten Lehmlande“ den Rücken und verließ Bückeburg. Welcher Eindruck dem Dichter von der Residenz und ihren Einwohnern im Gedächtnis zurückblieb zeigt die 1911 erschienene Satire „Duodez“. „...aber nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in geistiger und gesellschaftlicher Hinsicht herrscht im Fürstentum ein bekömmlicher und zu keinerlei Aufregung führender Durchschnitt. Wie es als unfein gilt, vermögender zu sein als der Nebenmensch, so wird es für taktlos gehalten, bezieht man geistig ein höheres Einkommen als der Durchschnitt...“

 

Zum Abschluss betonte Walsrodes Bürgermeisterin Silke Lorenz in ihrer Rede: „Hermann Löns wurde und wird heute noch verkannt und dezimiert. Die Bandbreite seines Werkes wird sich am ehesten demjenigen erschließen, der bereit ist, sich auch mit der Vielschichtigkeit seiner Person und damit seines Wirkens auseinander zu setzen.“ Sie wünschte sich, dass sich noch viele Jahre Menschen engagieren, um das Leben und Wirken von Hermann Löns zu bewahren.

 

Hermann-Löns-Woche 2007

Jahreshauptversammlung des Verbandes der

Hermann-Löns-Kreise Deutschland und Österreich e.V.

Nach einer wiederholten Ausstellung der Hermann-Löns-Briefmarke und Präsentation des Schutzumschlages durch die Philatelisten aus Bad Fallingbostel, sowie einem Ausflug in die blühende Heide mit zahlreichen Besuchern im Rahmen der diesjährigen Hermann-Löns-Woche fand auch die Jahreshauptversammlung des Verbandes der Hermann-Löns-Kreise Deutschland und Österreich wie immer im Heidemuseum Walsrode statt. Beim Jahresbericht der Vorsitzenden Monika Seidel wurde der Aufwand der ehrenamtlichen Arbeit der Vorstandsmitglieder deutlich. Mehrere Veranstaltungen, Einladungen, Termine begleiteten das zurückliegende Jahr. Hinzu kommt noch die Arbeit im Archiv des Hermann-Löns-Verbandes. Viele Anfragen von interessierten Löns-Mitgliedern und Freunden nach Material von und über den Dichter müssen bearbeitet werden, ständig hinzukommende Bücher und Schriften, die geordnet und dokumentiert werden, gehören zu den Aufgaben der Vorstandsmitglieder.

Einen großen Erfolg für den Hermann-Löns-Verband stellte nicht nur das im vergangenen Jahr errichtete Denkmal des Heidedichters in Walsrode dar, sondern auch die von Professor Dr. Fritz Fricke, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, gestaltete Homepage www.loens-verband.de. „Vor gut zwei Jahren begannen wir, die Hompage einzurichten. Präsentiert werden der Öffentlichkeit die Hermann-Löns-Hefte, Artikel und Schriften von und über Löns, sowie aktuelle Literatur und Tonträger im Zusammenhang mit Hermann Löns. Diese Homepage ist keine statische, einmal entwickelte Angelegenheit, sie muss kontinuierlich ausgebaut werden. Dazu zählt der Bereich Prosa und Lyrik, sowie Melodien und Noten, die mit aufgenommen werden sollen“, betonte Professor Fricke.

Im Rahmen der Veranstaltung bedankte sich der Verband bei den Mitgliedern Gerhard Zahmel sowie Heide und Wolfgang Doose, die mehr als 15 Jahre als Redaktion der Hermann-Löns-Blätter tätig waren und jetzt ausgeschieden sind, außerdem galt der Dank dem zurückgetretenen Versandteam unter der Leitung, von Gertrud Johannes, und Frau Ingeborg Stadie für 15 Jahre vorbildliche

Buchführung. Alle erhielten ein Präsent.

Unter dem Punkt Vorstandswahlen konnte der gesamte Vorstand wiedergewählt werden. Die wiedergewählte erste Vorsitzende Monika Seidel kündigte an, in zwei Jahren nicht mehr zu kandidieren. Das Amt des zweiten Vorsitzenden übernimmt weiterhin Dr. Karl-Heinz Beckmann. Ihm wurde an dieser Stelle aufgrund seines Wirkens für den Verband die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Sebastian Zinke konnte wiederholt zum Geschäftsführer gewählt werden und Sibylle Lietz zur Pressesprecherin. Referent für Öffentlichkeitsarbeit bleibt Professor Dr. Fritz Fricke, und das Amt der Schriftführerin behält Brunhild Meyer.

Zahlreiche Besucher und Lönsfreunde lauschten beim anschließenden Löns-Abend im Heidemuseum der Lesung von Hermann Wiedenroth, der mit Texten wie „Die Forscher“, „Frau Döllmer“ oder „Das Krähengespräch“ und aus dem Buch „Mümmelmann“ das Publikum begeisterte. Eingebunden in die Lesung präsentierte Klaus Engling musikalisch bearbeitete Löns Texte und Gedichte zum Klang der Gitarre.

 

Hermann-Löns-Woche 2007

Fahrt in die blühende Heide

Die Nachmittagsfahrt während der Löns-Woche 2007 fand am Mittwoch, dem 29.08.07, wie in den Jahren zuvor unter der Leitung der Stadt- und Gästeführerin Helga Seebeck, statt. Mit einem voll besetzten Bus ging es zunächst in Richtung Soltau, Bispingen und Amelinghausen in die wildromantische „Wacholderheide“. Mitglieder und Gäste der Reisegruppe genossen den Anblick und die kleine Wanderung durch die jungen und älteren Calluna-Flächen mit Wacholdern, Birken, Bickbeeren und den Preiselbeeren mit ihren weißen Blüten und z. T. schon rötlichen Früchten.

Der Nachmittag klang im schönen Ambiente im „Café im Speicher“ in Etze bei Kaffee und Buchweizentorte aus. Zum Abschluss sangen alle zum 141. Geburtstag von Hermann Löns unsere Regionalhymne „Auf der Lüneburger Haide“ und „Rosemarie“, natürlich – wie immer – zur Akkordeon-Begleitung von Monika Seidel. Bei dem herrlichen Wetter wurde auch dieser Nachmittag zu einem besonderen Erlebnis.

Helga Seebeck

 

Frank S. Rödiger

Hermann Löns einmal anders

Dichter, Forscher, Umweltschützer

Das war ein ganz anderer Hermann Löns, den die zahlreich erschienenen Zuhörer im vollbesetzten Sitzungssaal des Ebstorfer Rathauses kennen lernten: Renommierter Naturwissenschaftler, Kulturpolitiker, engagierter Natur-, Umwelt- und Tierschützer. Der rührige Heimat- und Kulturkreis Ebstorf hatte einmal mehr zu einer seiner beliebten Wochenendveranstaltungen geladen und präsentierte als Vortragende Monika Seidel aus Walsrode, 1. Vorsitzende des „Verbandes der Hermann-Löns-Kreise in Deutschland und Österreich e.V.“

Zunächst erfuhren die staunenden Zuhörer, dass der beliebte Heimatdichter ein berühmter Malakologe, sprich: Weichtier- und Schneckenforscher war, nach dem eine Holzlaus benannt wurde, und der seinerseits einer von ihm entdeckten Schnecke den Namen der von ihm verehrten Annette von Droste-Hülshoff gab. Natürlich sind die über 1000 Straßen und Plätze, die in Deutschland nach Löns benannt wurden, eher Folge seiner romantischen Heimatdichtungen, insbesondere zur Lüneburger Heide.

Damit das nicht in Vergessenheit geriet, griff die Referentin dann auch zum Akkordeon und die Runde sang zu ihrer musikalischen Begleitung den Löns-Text „Auf der Lüneburger Heide“. Aber dann wurde das Gedicht „Der Bohrtum“ zitiert und es kamen Löns' Sorgen um die Natur angesichts der beginnenden Industrialisierung zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zum Ausdruck. Und dann war da noch die Sorge um die Tierwelt: Der Jäger sollte Heger sein „Das Schießen allein macht den Jäger nicht aus!“

Hermann Moritz Friedrich Löns, der im Jahre 1914 mit 48 Jahren als Kriegsfreiwilliger in Frankreich fiel, hätte, so Monika Seidel, bei seinen kultur-, familien-, wirtschafts- und umweltpolitischen Aussagen auch heute leben können. Es war das Verdienst der Referentin diesen hochpolitischen und engagierten Journalisten Löns dem Publikum nahe gebracht zu haben; andererseits gab es dann doch immer wieder den Blick auf den romantischen Heimatdichter, unterstützt durch den gemeinsamen Gesang von bekannten Liedern wie „Es stehen drei Birken auf der Heide“ oder „Abendlied“. Diese Veranstaltung war zugleich vergnügliche Unterhaltung und Erwachsenenbildung

im besten Sinne!

 

Hermann Löns und Uelzen

Uelzen hat ein besonderes Verhältnis zu Hermann Löns. Er gehörte zu der kleinen Schar von Mitarbeitern, die Verleger Fritz Becker unterstützten, als dieser 1911 den „Heidewanderer“ ins Leben rief. Etliche seiner Erzählungen, etwa „Der Hoferbe“ oder „Im Feldholze“, erschienen hier zum ersten Mal.

Entnommen der „Allgemeinen Zeitung der Lüneburger Heide“, Uelzener Kreiszeitung

 

Hermann Löns - Künstler sein ist keine Gnade

„Weil ich aber ein Künstler bin, bin ich stets unzufrieden gewesen ... Die Unzufriedenheit ist die Grundlage der Kunst ....ja, das muß einem freilich ziemlich bald klar werden, dass Künstler sein keine Gnade, sondern eine Strafe ist.“

 

Nervenschwäche und ungelebtes Leben

Löns war überzeugt: Künstler sind gesegnet und geschlagen mit überfeinerten Nerven und hohen Idealen; und so kann denn nicht ausbleiben, dass sie sich wundreiben an dem rauhen Widerstandscharakter der Welt. In seinem Künstlerroman äußerte er die Erkenntnis: „Alles auf der Welt hat ein zweites Gesicht, die Natur, die Kultur, die Religion, die Kunst, die Politik, die Liebe, alles, alles.“ Deprimierende Zusatzbemerkung sodann: „Wer das nicht weiß, ist glücklich; ich weiß es.“

Was tun, um standhalten zu können? - Eine Antwort, die er mal gab: „Sehnsuchtsmenschen, die wir sind, Lauscher auf das Ewige, die müssen sich bescheiden.“ Aber das stille Sichabfinden, das war auf Dauer nicht seine Sache. Auf dem Romanpapier sagte er zwar: „Denn ich bin da, um zu wirken, nicht um zu leben, wie Hans X und Kunz Y“, doch in Wahrheit quälte es ihn sehr, daß sein Dasein so unvollkommen war. Am meisten entbehrte er dies: Glück in Ehe und Vaterschaft; frei verfügbare Zeit; stabile Nerven.

Vermochte die Kunst zu ersetzen, was das Leben versagte? – Löns in seinem Bekenntnisroman „Das zweite Gesicht“: „Kunst ist ungelebtes Leben, ist ein Notbehelf dafür, ein ganz elender Ersatz!“ Im selben Buch auch der Satz: „Die Kunst ist wie ein Spiegel; vorne Farbe und Leben, hinten Pappe.“ Seinem Romanhelden legte er die Worte in den Mund: „Alle meine Werke und meinen ganzen Ruhm, ich gäbe das sofort hin für ein Stück gelebtes Leben.“ Dennoch: Kunst schaffen war höchstes Anliegen für Löns. Und Lebensdefizite, das wußte er, konnten beim literarischen Schreiben antreibend

sein. Hermann Löns in einem Brief: „Wäre ich nicht jahrelang bis in die Knie durch Elend gegangen, so hätte ich nicht die schreiende Sehnsucht nach ein bißchen Glück. Und diese Sehnsucht muss sich in Dichtung umsetzen.“ Bekräftigend fügte er dann hinzu: „Ich habe einen Freund, einen Maler, einen sehr tief denkenden Künstler, der tröstet mich damit, daß er sagt: ‚Es gibt wieder ein Kunstwerk, alle deine Not.' “ Die bedrückende Realität, sie wurde beim Dichten durch Fantasien und Wunschbilder ersetzt. Das Gefühl des Unbefriedigtseins, es verlor sich in den inneren Welten, die sich nun auftaten.

 

Besessenes Schaffen

Doch ein neuer Dämon wurde nun wach. Sein Name hieß Schaffensrausch. Insbesondere viele Romankapitel brachte Löns wie unter Zwang aufs Papier. Seine eigenen Worte dafür: „Mit einem Male muß ich schreiben. Es ist, als wenn ich nur zuzugreifen brauche; alles geschieht ohne mein Wollen. Hinterher wundere ich mich, woher ich das wußte, wie ich das konnte.“

Bei der Niederschrift seines „Wehrwolf“-Buches verfiel Löns in eine Besessenheit, die schon ans Selbstzerstörerische grenzte. Sein engster Freund Hermann Knottnerus-Meyer erinnerte sich später: „Er hatte sich eingeschlossen, rauchte und schrieb ununterbrochen, tage- und nächtelang ohne zu essen und ohne zu schlafen. Seine Angehörigen wußten sich keinen Rat mehr und fürchteten das Schlimmste.“ Löns selbst hatte immer wieder den Eindruck: „... denn es steckt in mir ein Kerl mit einer Hetzpeitsche.“

Affektzustände und Daueranspannung – die üblichen Begleiter seines rauschhaft-intensiven Tuns – höhlten den Dichter sehr aus. In seinem Gespräch mit Knottnerus-Meyer klagte er mal: „... kein Mensch auf der ganzen Welt arbeitet mehr wie der schöpferische Mensch. Für den gibt es keinen Büroschluss. ... Sein ganzes langes Leben lang muß und muß er, ob er will oder nicht, er muß arbeiten, selbst im Schlaf hat er keine Ruhe. Urlaub und Erholungsreisen gibt es für ihn nicht; sein Muß geht mit. Nicht was er will, sondern was es will, gilt ...“

Im Schlüsselroman „Das zweite Gesicht“ ließ Löns den Künstler Hagenrieder sagen: „Und ich merke doch, daß auch Arbeit, die man mit Freude tut, schließlich die roten Blutkörperchen auffrißt."

 

Halluzinatorische Zustände

Nicht frei von Stolz teilte Löns seinem Verleger Diederichs mit: „Ich schreibe das Wesentliche in meinen wertvolleren Arbeiten gänzlich ohne bewußten Willen in halluzinatorischer Verfassung, die so weit geht, daß ich die Personen vor mir sehe, höre und sogar rieche.“

Daß Hermann Löns ins Halluzinieren geraten konnte, vor allem wenn er sich arbeitsmäßig sehr übernahm, war den persönlichen Freunden bestens bekannt. Wilhelm de Witt über den Dichter: „... bezeichnend sein Ausspruch, daß seine Gestalten manchmal an seinem Bette säßen und ihn mit ihren Kalbsgesichtern anglotzten, bis er sich durch Niederschreiben von ihnen befreite.“ Traugott Pilf in seinem Erinnerungsbuch: „Löns hatte eine so starke Einbildungskraft, daß er sich mit den Hauptgestalten seiner Dichtungen für eins erklärte und alle ihre Schmerzen und Freuden als eigene mitfühlte.“ Hermann Knottnerus-Meyer äußerte sogar ganz frei über seinen allerbesten Freund: „Jahrelang lebte er z. B. als Wehrwolf so intensiv, daß, kamen Tage der Krisis über ihn, er anderen Menschen mit Messern zu Leibe ging: so z. B. dem Wachtmeister einer militärischen Einquartierung. Aufwachend erkannte er erst, daß er nicht im Deutschland des Dreißigjährigen Krieges lebte.“ Knottnerus-Meyer dann weiter: „Solche Dinge waren ihm natürlich schrecklich und äußerst unangenehm; aber er konnte es nicht verhindern, daß sich immer wieder die Grenzen zwischen seinen inneren Bildern und der Wirklichkeit verwischten.“

Kurzum: Die Leiden des Schreibens, Löns kannte sie in gesteigertster, bedrohlichster Form. Seine Grundeinstellung dazu: „... Schaffen ist Gebären, und dieses ist unmöglich ohne krankhafte Zustände vorher.“ Und Knottnerus-Meyer kommentierte: „Normal war Löns, Gott sei Dank, allerdings gewiß nicht; und da jeder, der nicht normal ist, für die Mediziner pathologisch ist, so war Löns in diesem Sinne sicher wohl pathologisch; aber geisteskrank war er ganz gewiß nicht.“ Sarkastische Hinzufügung: „Schade, daß es nicht viele derartige Geisteskranke gibt: wie viele wertvolle Leistungen würden wir dann wohl haben, auf allen Gebieten.“

Rainer Kaune

 

Bei vielen Löns-Freunden wird in Vergessenheit geraten sein, dass sich Heinrich Sohnrey in seinen Lebenserinnerungen „Zwischen Dorn und Korn“ zum Thema „Swaantje“ ausführlich geäußert hat. Im Jahre 1933 hat er das Buch „Im flammenden Morgenrot“ mit Erzählungen, Schilderungen, Tier- und Jagdgeschichten sowie Dichtungen von Hermann Löns herausgegeben. Wir möchten sie darüber informieren, daß es ein Heinrich-Sohnrey-Archiv in Jühnde bei Göttingen gibt. Ein Besuch lohnt sich.

 

Das Heinrich-Sohnrey-Archiv zu Jühnde

Das Heinrich-Sohnrey-Archiv ist ein Sammelort für die Werke von Heinrich Sohnrey, sowie Bücher und Berichte über ihn. Ein solches Archiv wurde notwendig, als Sohnreys eigene Bibliothek und sein Landbuch-Verlag in Berlin im zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer fielen. Es wurde auf Betreiben der am 18. Juni 1949 in Hann. Münden gegründeten Heinrich-Sohnrey-Gesellschaft eingerichtet und wurde gleichzeitig eine Erinnerungsstätte an Heinrich Sohnrey, dem Volkskundler, Schriftsteller und Sozialreformer.

Die Familie des Freiherrn Grote zu Jühnde stellte diesen Raum im Jühnder Schloßturm dankenswerterweise zur Verfügung, der dann von Jühnder Handwerkern ausgebaut wurde. Heute umfaßt dieses Archiv 243 Bücher, viele Zeitungsberichte von und über Heinrich Sohnrey, sowie zahlreiches Bildmaterial.

Sein Geburtshaus ist die später in seinen Romanen und Erzählungen genannte „Lindenhütte“. Seine Kindheit verlief sehr armselig. In den Sommermonaten war für ihn die Mithilfe in der Landwirtschaft wichtiger als der Schulbesuch. Die Bibel und das Gesangbuch – die beiden Bücher zu Hause – mußten als Ersatz für den Unterricht dienen. Pastor Giesecke in Jühnde erkannte jedoch seine Fähigkeiten und Begabung, er sorgte dafür, dass er eine Ausbildung zum Lehrer erhielt. So kam Sohnrey 1873 auf die Präparandenanstalt nach Ahlden an der Aller und 1876 auf das Lehrerseminar in Hannover.

Seine erste Lehrerstelle erhielt Sohnrey in Nienhagen auf der Weper. Hier begann er mit dem Sammeln volkskundlichen Materials über Land und Leute des Sollings, das jedoch erst 40 Jahre später in dem Buch „Die Sollinger“ veröffentlicht wurde, dem später noch die beiden Bände mit den Titeln „Tchiff tchaff toho“ und „Das Lachende Dorf“ folgten. In seiner Nienhagener Zeit entstand auch sein erster Roman „Hütte und Schloß“, der eigentlich der zweite Teil der „Leute aus der Lindenhütte“ ist, der erste Teil „Friedesinchens Lebenslauf“ folgte ein Jahr später. Diese Romane spielen in Jühnde und geben einen Eindruck wieder vom Leben in den südhannoverschen Dörfern, als nach der Verkoppelung und Beseitigung der Allmende, der sogenannten Gerechtsame, die Verarmung der Häusler und Tagelöhner weiter zunahm. Aus Nienhagen stammt dann die Geschichte von „Philipp Dubenkropps Heimkehr“, zuerst unter dem Titel „Verschworen – verloren“ erschienen.

1885 ließ sich Sohnrey zum Studium an der Universität Göttingen zwei Jahre vom Schuldienst beurlauben. Danach folgten noch einmal zwei Jahre Schuldienst in Möllensen am Hildesheimer Wald. In dieser Gegend spielt Sohnreys Roman „Der Bruderhof", auch wohl „Der Hirschreiter“. 1889 quittiert Sohnrey den Schuldienst, wurde zunächst Redakteur in Northeim, dann in Hildesheim und ging 1890 als Hauptschriftleiter nach Freiburg im Breisgau. Hier gründete er 1893 auch die Zeitschrift „Das Land“ und veröffentlichte 1894 die Schrift „Der Zug vom Lande und die soziale Revolution“. Er sah die Landflucht, die Verarmung auf dem Lande und das Anwachsen des städtischen Proletariats. So wurde er als Sozialreformer bekannt; 1894 folgte er einem Ruf der „Täglichen Rundschau“ nach Berlin, um ein größeres Arbeitsfeld zu bekommen.

In Berlin war Sohnrey dann über 25 Jahre Geschäftsführer des „Deutschen Vereins für ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege“, der auf sein Drängen hin ins Leben gerufen war. Er wurde in jener Zeit der Mann, an dem der Staat nicht vorbei konnte, wenn es um die sozialen Fragen auf dem Lande ging. Darüber hinaus gab er viele Zeitschriften auf diesem Gebiet heraus und gründete den Deutschen Landbuch-Verlag in Berlin. Preußen ehrte ihn 1907 mit dem Professorentitel. 1919 verliehen ihm die Philosophische Fakultät der Universität Königsberg „Würde und Rechte eines Doktors der Philosophie und Magisters der freien Künste“ und die Universität Tübingen den Dr.rer.pol.h.c. – Die Universität Göttingen ernannte ihn 1934 zu ihrem Ehrenbürger.

Am 26. Januar 1948 starb Heinrich Sohnrey in Neuhaus im Solling, wo er nach Verlust seiner gesamten Habe durch die Bombenangriffe auf Berlin ein bescheidenes Unterkommen gefunden hatte. Im Januar 1949 wurde er umgebettetet und fand seine letzte Ruhestätte neben der Kirche seines Heimatdorfes Jühnde.

Entnommen aus „Erinnerungen an Heinrich Sohnrey“, Heinrich-Sohnrey-Gesellschaft, 1995

 

Hermann Löns im „Tal der Lieder“

Die „Löns-Buche“ im Hellental

Der als „Heidedichter“ bekannt gewordene Journalist, Naturfreund, Jäger und Schriftsteller hielt sich erstmals um 1903 in der Sollingregion auf. Als Enddreißigjähriger war Löns von Einbeck aus nach Hellental gekommen und weilte mehrfach im alten Hellentaler Dorfkrug von Carl Timmermann. Von etwa 1905-1914 war Löns eng mit der Familie und Geschichte der alten „Timmermannschen Gastwirtschaft“ verbunden. Per Postkarte sendete Löns aus Hannover am 14. Januar 1914 an Carl Timmermann I. und Familie junior in Hellenthal bei Merxhausen/Solling die schönsten Wünsche für 1914. Von der „Timmermannschen Gastwirtschaft“ aus durchstreifte Löns das Hellental und seine natürliche Umgebung.

Löns beschrieb schwärmerisch und stilisierend das Hellental als „Das Tal der Lieder“ (1913). In seinem letzten Lebensjahr, 1914, veröffentlichte er in seinem Niedersächsischen Skizzenbuch den Aufsatz „Das Hellental“. Hierbei beschrieb Löns anschaulich, aber auch auf seine Art romantisierend, das offene Wiesental, das Bergdorf und seine Bewohner im Nordsolling zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wo er die ländliche Lebensweise, die Geborgenheit und Harmonie im Sollingtal als beschaulich und den Charakter der Dorfbewohner bewundernd empfand. Mit diesen beiden Erzählungen und mit seinem Gedicht „Die böse Sieben“ gab Löns dem Hellental einen bleibenden literarischen Namen.

Das im Original erhaltene Gästebuch von Carl Timmermann weist die handschriftliche Eintragung „01.-04. April 1913“ des 47jährigen Hermann Löns auf. Seine damalige Lebensgefährtin, die 23jährige Ernestine Sassenberg, hatte sich mit 10.-14. Mai 1913 im gleichen Gästebuch eingetragen. Sie war die letzte Lebensgefährtin von Löns.

Zum Gedenken an Hermann Löns wurde in Hellental eine stattliche Rotbuche am Waldrand des östlichen Berghangs gegenüber dem Sollingdorf als „Löns-Buche“ auserkoren. Die Buche war 200 Jahre alt und damit so alt wie das Dorf selbst. Im September 1967 wurde anlässlich eines großen Dorffestes und in Gegenwart der „Lönsgesellschaft Deutschland-Österreich“ eine Gedenktafel mit einem Löns-Bildnis enthüllt. Die „Löns-Buche“ war jahrzehntelang eines der beliebtesten Ausflugs- und Wanderziele im nördlichen Solling. Altersbedingt abgängig und nach über 200 Jahren „skepsch“ geworden, wurde die alte Rotbuche 2005 gefällt.

Dr. Weber

Anmerkung der Redaktion:

Am 3. Mai 2007 wurde an gleicher Stelle durch den Solling-Verkehrsverein Hellental eine neue Buche gepflanzt und mit einer neuen Hermann-Löns-Gedenktafel versehen.

 

Stein-Stele in Langenhagen/Hannover errichtet

An der Walsroder Straße in Langenhagen ist eine Stele aus Stein errichtet worden, die den „Stadt- und Heimatfreunden gewidmet (ist) vom Bürger- und Heimatverein Lgh.“ Auf der Rückseite (siehe Foto) sind das Wappen der Stadt, eine Wolfsangel und Nachnamen von Persönlichkeiten eingemeißelt, die die Stadtgeschichte geprägt haben. Der Name Löns ist im unteren Teil zu finden. Dieser Stein wird als 141. Gedenkstätte in das Verzeichnis des Löns-Verbandes aufgenommen.

Geza

Buchvorstellung

Hermann Löns: Malakologische und naturkundliche Beobachtungen

Dieses Buch ergänzt die von Karl-Heinz Beckmann herausgegebenen Bücher. Die in den Jahren 1900–1910 erschienenen Aufsätze von Hermann Löns sind überwiegend ökologischer Art, worin man seine in jungen Jahren geschulte Beobachtungsgabe und sein schriftstellerisches und journalistisches Können erkennt. In Faksimile werden seine Schnecken- und Muschelaufsammlungen, die er für das damalige Provinzialmuseum für Naturkunde in Münster zwischen 1886 und 1891 tätigte, erstmals dokumentiert.

Bibliographische Angaben: Hermann Löns - Malakologische und naturkundliche Beobachtungen. Herausgegeben von Karl-Heinz Beckmann. 112 Seiten, 7 Abbildungen, 60 Faksimile, Format: 21 x 14,8 cm. ISBN: 3-9809324-3-5, zu erwerben bei LOENSIA Verlag, Ascheberg-Herbern

 

Regierung zeichnet freiwillige Helfer aus

Ehrung für Dr. Helmut Prilop

Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 25. Juni 2007 schreibt, wurde unser Mitglied Dr. Helmut Prilop durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff für seine ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet. „Sie sind der Kitt unserer Gesellschaft“, so Wulff in seiner Rede. Wulff zeichnete zahlreiche Beispiele auf, wie und wo geholfen werden kann. Der schon 82jährige Dr. H. Prilop, Hannover, hält wenig vom Ruhestand. Als ehemaliger Direktor der Stadtbibliothek Hannover kümmert er sich auch heute noch ausgiebig um das Hermann-Löns-Archiv in Hannover.

Beachtenswert und für viele zur Nachahmung empfohlen.

Herzliche Gratulation!

 

Aus den Löns-Kreisen

 

Österreichischer Hermann-Löns-Kreis

Pulkauer Löns-Feier

Österreichische Löns-Freunde trafen sich am 25. August in Pulkau in Niederösterreich wieder zur jährlichen Löns-Feierstunde. In der Nähe der Stadt am Heidberg gibt es den „Lönsstein“, wo seit nun mehr als einem halben Jahrhundert (seit Ende des 2. Weltkrieges) diese Löns-Feiern stattfinden. Aber schon in den Jahren nach 1920 trafen sich dort am Heidberg Löns-Freunde und gedachten des Dichters.

Ich trug Löns-Gedichte vor und sprach über sein Leben und Schaffen und auch über die wichtigsten Titel seiner Bücher. Musikalisch umrahmt wurde die Feier wieder durch die Chorvereinigung Pulkau und das Jagdhornbläsercorps Pulkau.

Auf diesem Wege seien auch jene Mitglieder des Löns-Kreises herzlich gegrüßt, die aus verschiedenen Gründen, oft auch altersbedingt, nicht oder nicht immer bei den Löns-Feiern Ende August dabei sein können. Aber sie haben sicherlich unseren Löns nicht vergessen! Noch eine Bitte: Unsere Mitgliederzahl geht zurück, „werben“ Sie für Hermann Löns, machen Sie auch die Jugend auf seine Bücher aufmerksam. Denn nur dann ist der Bestand des Löns-Kreises in Österreich auch in Zukunft gesichert.

Harald Cajka

Hermann-Löns-Kreis Lüneburger Heide

Veranstaltungen

13. Okt. 2007

18.00 Uhr Jahreshauptversammlung im Hotel Hannover.

Einladungen mit dem Programm erfolgen schriftlich

2. Dez. 2007

15.00 Uhr Adventsnachmittag im "Rossini" Klubraum, Stadthalle Walsrode

ab April 2007

ab 19.00 Uhr jeden letzten Mittwoch im Monat Lese- und Plauderstunde, Hotel Hannover, Walsrode

 

Mitglieder und Gäste sind zu den Veranstaltungen herzlich eingeladen.

Programmänderungen vorbehalten

Wolfgang Doose, 1. Vorsitzender

 

  

 

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